Wie finde ich die richtige Motivation?

Motivation, das Leitwort von gefühlt 20.000 Seminaren und 100.000 Büchern zu dem Thema, das sich mit dem inneren Antrieb beschäftigt. Letztendlich ist das Fazit fast immer das gleiche: ES LIEGT AN DIR. Und leider kann ich auch kaum eine bessere Schlussfolgerung daraus ziehen, schließlich bin ich keine Psychologin. Aber ich kann euch erzählen, wie ICH gegen den stetigen Motivationsmangel, besser bekannt als der innere Schweinehund, vorgehe.

 

1. Ich habe eine Routine.
Zwar eher zwangsläufig, aber ich brauche sie. Ich stehe um fünf Uhr morgens mit dem ersten Weckerklingeln auf (kein Snooze! Es hat auch lange gedauert, bis ich das konnte, aber mittlerweile habe ich kein Problem mehr damit), und esse gemütlich mein Frühstück. Dann gehe ich zu Fuß zur Arbeit, mache gegen zwölf meine Mittagspause, in der ich eine Runde durch den Park gehe und arbeite meistens bis halb 4. Auf gehts nach Hause, einkaufen und dann ist es - schwuppsdibupps - schon gegen fünf Uhr abends. Dann koche ich mir einen Tee und setze mich eine Stunde intensiv ans Schreiben. Dann wird ein kleines Workout gemacht, Abendbrot gegessen und weitergeschrieben oder einfach nur gelesen.

 

2. Ich habe viele Hobbys.
Mal ehrlich: ich verstehe nicht, wie manche Menschen keine Hobbys haben können. Wenn ich keine Lust aufs Schreiben habe, male ich. Wenn ich keine Lust aufs Malen habe, gehe ich an die frische Luft und laufe. Wenn ich darauf keine Lust habe, lese ich... Mir fehlt selten die Motivation, irgendetwas zu machen, weil ich einfach mich für so viele Dinge interessiere, dass ich meistens gar nicht weiß, wie ich das alles unter einen hut bekommen soll.

 

3. Ich bin in sozialen Netzwerken aktiv.

Nichts, wirklich gar nichts motiviert so sehr, wie die ganzen tollen Menschen, die auch schreiben, lesen, zeichnen. Mit ihnen kann man Challenges machen, wie viele Wörter man an einem Tag schafft. Sie regen zu neuen Ideen an, und sei es nur, indem ein interessanter Artikel geteilt wird. Mehr Motivation geht nicht.

 

4. Ich esse und trinke viel.

Für mich mit das wichtigste: eine Flasche Wasser oder eine Kanne Tee neben mir stehen zu haben während der Arbeit. Ohne Trinken läuft bei mir nichts, genauso wenig kann ich arbeiten, wenn mein Magen knurrt. Also - für ausreichend Nachschub sorgen! Und dabei nicht vergessen: Kaffee und Schokolade machen zwar kurzfristig leistungsfähiger - sind aber nichts für den ganzen Tag. Zwischendurch sollte auch mal ein Apfel gegessen werden und ein Glas Wasser getrunken werden.

 

5. Ich setze mir realistische Ziele.
Viele setzen sich einfach viel zu hohe Ziele in ihrem Leben und sind dann enttäuscht, wenn sie diese nicht erreichen. Dabei ist es viel besser, sich kleine Ziele zu setzen. Tagesziele. Oder auch Stundenziele. Ich habe eine Liste, wie viele Wörter ich pro Tag schreiben will. In der habe ich auch bewusst Tage ausgelassen an denen ich genau weiß, dass ich nicht zum Schreiben kommen werde. Denn wenn man sich für solche Tage ein Schreibziel setzt und es dann nicht erreicht, ist man noch unmotivierter. Also, wenn Samstag verplant ist, schreibe ich halt da nicht. Punkt.

 

Diese fünf Sachen sind meiner Meinung nach die wichtigsten Sachen, die mir zu einer besseren Motivation verhelfen. und am allerwichtigsten ist es, sich darüber klar zu werden, WOFÜR man das alles macht. Schreibe ich, weil es Spaß macht? JA! Schreibe ich, weil ich andere Leser begeistern will? JA! Schreibe ich, weil ich etwas zu erzählen habe? JA! Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr euch ja auch erstmal eine Liste machen, von Dingen, für die sich das Schreiben lohnt. Vielleicht schreibe ich dazu auch nochmal einen extra Artikel?
Und dann versucht ihr, das auf euch zu beziehen.

Und wenn ihr erstmal ein klares ziel vor Augen habt, kommt die Motivation fast von selbst.

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