Lesung - was nun?

Mein heutiger Blogartikel dient in erster Linie mir selbst - denn ich möchte zusammentragen, warum ich Lesungen halten möchte, wie ich sie aufbaue und was der Inhalt sein soll. Natürlich gibt es da hundert verschiedene Möglichkeiten, deshalb möchte ich mir mal herauspicken, welche ich für mich am Besten finde.

 

Warum möchte ich Lesungen halten?

Insbesondere, weil ich bei einem kleinen Verlag veröffentlicht habe, bei dem schon von vornherein klar war, dass ich mich selbst um den größten Teil des Marketings kümmern muss. Zum zweiten, weil ich meine Leser gern persönlich ansprechen möchte. Ich liebe die Vorstellung, dass sie mir direkt Fragen zu meinen Büchern stellen können. Und zum dritten, weil ich denke, dass es mich als Autorin voranbringt und mir die Möglichkeit gibt, neue Kontakte zu knüpfen.

 

Wie möchte ich meine Lesung aufbauen?

Ich hab mir jetzt einen Plan ausgetüftelt. Meine Lesung soll genau eine Stunde dauern (die Liste beinhaltet zwar nur 55 Minuten, aber meistens dauert es ja eh ein paar Minuten länger), dann soll Zeit für Fragen und Signierungen sein. Um es in Listenform darzustellen:

 

5 Min.     Begrüßung der Anwesenden, Dank an den Veranstalter

10 Min,    kurze Vorstellung meines Projekts

                 Vorlesen der ersten zwei Seiten

5 Min.     Charakterisierung meiner weiblichen Protagonistin

5 Min.     Vorlesen der zweiten spannenden Stelle im Buch

5 Min.     Charakterisierung meines männlichen Protagonisten

10 Min.   Vorlesen der dritten spannenden Stelle im Buch mit offenem Ende

10 Min.   Erklärung, wie es weitergeht (natürlich ohne den Schluss zu verraten)

5 Min.    Verabschiedung, Hinweis auf Fragemöglichkeiten, Dank an die Zuhörer

 

Übrigens: da ich ja auch liebend gern zeichne, ist mein Plan, meine Hauptfiguren vorher zu zeichnen und die Bilder während der Charakterisierung zu zeigen. Dann können sich meine Zuhörer ein perfektes Bild machen!

 

Umsetzung

Meine Lesung soll natürlich insbesondere spannende Textpassagen beinhalten. Ich habe mein Buch markiert, in ihm herumgeschrieben, Wörter gestrichen. Viele meinen ja, dass es schade um das Buch ist. Aber ich finde das nicht. Mein Buch wird geliebt. ich stelle es anderen Menschen vor und setze mich dafür so intensiv wie möglich damit auseinander. Da dürfen Markierungen nicht fehlen. Aber das sei ja jedem selbst überlassen. Außerdem übe ich vorher. Übe so lange, bis ich die Textpassagen fast auswendig kann, damit mir keine peinlichen Versprecher passieren (ausschließen kann ich das ja nicht, aber ich kann das Risiko reduzieren). Ich spreche die Lesung mit meiner Familie vorher durch. Hiermit möchte ich sicherstellen, dass meine Lesung auch anderen Menschen gefällt. Ich verteile Flyer (auch wenn das vermutlich nichts nutzt) und mache auf Facebook und Twitter Werbung für die Veranstaltung, wenn alles in Sack und Tüten ist. Das sind zumindest meine Vorsätze, was die Umsetzung angeht.

 

Am Tag der Lesung...

... habe ich mir vorgenommen, pünktlich aufzustehen, ordentlich zu frühstücken, den Text nochmal durchzulesen und mich NICHT verrückt zu machen. Die Leser, die kommen, sind auch nur Menschen. Viele von ihnen waren vielleicht sogar noch nie auf einer wirklichen Lesung und wissen selbst nicht, was sie erwarten können. Mir ist einfach nur ganz wichtig, dass sie mich in positiver Erinnerung behalten. Denn "mo, die Piratin" soll ja eigentlich mein einziges Buch bleiben....

 

So, falls ihr noch Ideen und Tipps habt, könnt ihr die gern in die Kommentare schreiben!

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