Menschen

 

Ich bin ein Mensch,
der die Dinge sieht.
Das Alltägliche, was vielen egal ist.

 

 

Die Asche im Feuer,
die langsam verglüht.
An der auch niemand mehr interessiert ist.

 

 

Den Schmerz in den Augen,
 erfolgreich verdrängt.
Weil der Einzelne sowieso nicht mehr zählt.

 

 

Doch sag mir, warum
tun wir uns das an.
Dass niemand dem anderen mehr helfen kann?

 

 

Niemanden juckt es,
was du erlebt hast.
Deine Geschichte geht keinen was an.

 

 

Und wenn du im Vertrauen
etwas erzählt hast,
tja, alle Welt wusste es dann. 

 

 

Deine Ideen, deine Meinungen,
brauchen sie nicht.
Solange sie keinen Nutzen daraus ziehen.

 

 

Warts ab, wenn’s brennt
dann wirst du ihnen wichtig.
Dann werden sie sich um dich bemühen.

 

 

Nun sag mir, warum
tust du dir das an.
Verstellst dich für die Typen von nebenan?

 

 

Wir sind Menschen,
die das Schicksal umgehen.
Die das Wesentliche direkt vor den Augen nicht sehen.
Die andere nach ihrer Herkunft trennen.

 

Die ihre besten Freunde im Vorbeigehen nicht kennen.
Die sterben, ohne dass sie was erlebt haben.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Cindy Miede (Freitag, 30 März 2018 05:57)

    Sehr schön und wohl war.