Weltjugendtag Panama 2019

Hallo ihr Lieben, 


am 14.01. startete meine Reise nach Costa Rica und Panama zum Weltjugendtag 2019! 


Über diese sehr inspirierende Reise möchte ich euch gern ein bisschen was berichten. 


Wir landeten zunächst in San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica. Dort übernachteten wir bei den Don-Bosco-Schwestern. Sie nahmen uns sehr freundlich auf. Nach einem leckeren Frühstück mit Reis, Bohnen und Rührei ging es für uns am nächsten Tag jedoch schon weiter an die Karibikküste. Dort verbrachten wir zwei Nächte in einem Hotel fast direkt am Strand. Wir durften an einer Wanderung durch den Regendwald teilnehmen und waren erstaunt, wie viele Dinge man dort essen kann. Viele Blüten und Früchte sind essbar und haben viele Vitamine. Sogar Ameisen konnten wir  probieren (ich hab es aber lieber gelassen). Im Anschluss ging es für uns auf eine Bootsfahrt auf dem Karibischen Meer. Hier konnten wir Delfine beobachten und wurden ziemlich nass! Bei den heißen Temperaturen war das aber kein Problem. 


Bald hieß es aber schon wieder Abschied nehmen. Wir fuhren zurück zu den Schwestern nach San Jose und verbrachten dort noch etwas Zeit, die wir nutzten, um die Stadt zu erkunden und in einige Kirchen und Gemeinden zu fahren. 


Sonntag stand der Weg nach Panama an. Wir fuhren mit dem Bus durch die Berge und sahen einen der schönsten Sonnenuntergänge auf dem Pazifik. An der Grenze dauerte es ziemlich lange, bis wir durchkamen, aber letztendlich war auch das geschafft und wir erreichten am späten Vormittag die Iglesia del Carmen in Panama City. Hier warteten wir auf unsere Gastfamilien, die uns herzlich aufnahmen. Zur Begrüßung bekam ich sogar eine Sonnenblume geschenkt! 


In dem nächsten beiden Tagen besuchten wir zwei interessante deutsche Katechesen. Außerdem nahmen wir an einem Adveniats-Projekt teil. Dieses war gestaltet als eine Art Youth Hearing, in dem jungen Panamesen aus benachteiligten Bevölkerungsschichten die Möglichkeit gegeben wurde, über Ihr Leben zu sprechen. Wir hörten einer Kuna zu, die aufgrund ihrer traditionellen Tracht diskriminiert wird, wir lauschten den Erfahrungen eines Aids-Patienten und zwei jungen Männern, die ihre Drogensucht besiegt haben. Der Abend war sehr spannend, und uns wurde vor allem eins bewusst: wie gut wir es doch haben. Und dass es notwendig ist, sich für die Menschen in Lateinamerika zu engagieren. 


Am Freitag sahen wir dann endlich den Papst bei eineer Willkommensveranstaltung. Auch wenn er nur in super schnellem Tempo an uns vorbeifuhr, war die Begegnung doch atemberaubend. Hunderttausende junger Menschen aus allen Ländern jubelten ihm zu. 


Auch am Samstag konnten wir ihn sehen, nach einem langen und beschwerlichen Weg in der prallen Sonne zum Metro Park. Nachdem wir unsere Schlafsachen unter freiem Himmel ausgebreitet hatten lauschten wir seinen abendlichen Worten, während im Hintergrund die Sonne unterging. Als dann um Mitternacht die Musik ausging, schliefen wir erschöpft unter funkelnden Sternen ein. Leider würden wir am nächsten Morgen Recht unsanft um 6 Uhr früh von Animation und Partymusik geweckt. Etwas verschlafen nahmen wir an der morgendlichen Messe teil. Dann war es auch schon an der Zeit, wieder zurück in die Gastfamilien zu gehen. Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit unserer Gruppe. 


Am Montag besuchten wir noch ein kleines, vollkommen von der Welt abgeschiedenes Dorf und wanderten auf dem Camino Real. 


Und dann war die Zeit um, viel schneller, als erwartet. Ich kann nur sagen, dass sich insbesondere folgende Dinge bei mir eingeprägt haben: 


- das unglaublich friedliche Miteinander

- die kulturelle Vielfalt 

- die Gastfreundlichkeit der Menschen hier 

- und der Appell, dass junge Menschen etwas bewegen können und auch müssen. 


Ich bin dankbar, dass ich an dieser besonderen Reise teilnehme  durfte.